JAMARI@RICHTER
// Juni 6th, 2011 // No Comments » // Einblicke, Fotografieren
Der Postmann hat sich sicher gefreut ob der Herausforderung, mehrere riesige und gewichtige Pakete über die lange Einfahrt vom Haus meiner Eltern

tragen zu dürfen. Ich war leider mal wieder unterwegs in diesem Zeitraum und umso größer war meine Freude, als ich eine Woche später die Pakete sah und auspackte. Bei traumhaftem Wetter wollte ich gleich alles im Garten begutachten und ausprobieren. Gesagt getan, und der Strandkorb hatte seine Premiere als Location, und Ly als Fotograf mit den beiden blauen Bildern – das soll erst einmal ein Komplettanfänger nachmachen! Ich sollte ja schon etwas geübter sein mit dem Modeln, aber seit dem ich selber fotografiere, fällt’s mir zusehend schwerer, mal stillzuhalten. Wäre ich jetzt noch Model, wäre ich sicher eine zickige Diva
. Den Text zum Bild suchten wir übrigens nach einem Gedicht von Rainer Maria Rilke aus, das meine Mama, ganz die Germanistin, am Frühstückstisch rezitiert und interpretiert hatte.

Nach diesem ersten Versuch folgte ein Shooting mit meinem Kollegen Bella Louisa Photography, Model Miriam und Visagistin Suzanne Wasem. Das erste Styling war eine Kreuzung aus Starwars und Mikey Mouse – ich fand’s total cool und versuchte, dazu wieder ein möglichst skurriles Licht zu bauen.

Dann folgte eine neue Version von Louis XIV. Die Collage ist schon fast eine Lichtstudie geworden, ich kann sie sicher gut für Workshops verwenden
… vielleicht arbeite ich sie noch einmal dafür auf.

Weiter geht’s mit dem nächsten Shooting, für das wieder mein neues Richter-Equipment zum Einsatz kam. Mein Kollege Eddy Art unterstützte mich hierbei, sowie Ly, die Visagistin Christine Schneider und das Model Esther Ginolas. Hier kamen wieder Jamari-Special-Techniken zum Einsatz (demnächst bei V2B)…
Ich schließe diesen Beitrag mit einem Riesendankeschön an das Team von Richter & Michael Schultz!! Und wer jetzt noch mehr lesen mag über Richter & mich: http://www.richterstudio.blogspot.com/











Häuschen in Weiss und Blau, ein junger Mann, ein Mädchen… mehr braucht man eigentlich nicht sagen, schon hat der Leser Meer-Gefühle und eine schmucke Matrosen-Love-Story vor Augen. Da brauche ich meine Bilder dazu eigentlich gar nicht zu zeigen. Bei dieser Strecke habe ich tief in die Klischee-Kiste gegriffen, einem Klischee, das sich derzeit offenbar großer Beliebtheit erfreut: Man sieht überall Matrosen-T-Shirts und Kleidchen, Anker-Tattoos und blau-weisse Deko fürs mitteldeutsche Heim. Warum diese Matrosenbegeisterung? Es ist nicht schwer, Gründe zu finden. Das Thema steht für Sehnsucht, für den Wunsch, in die Ferne aufzubrechen, aber auch der Sehnsucht nach der Heimat. Matrosen-Love-Storys sind romantisch aufgrund ihrer Vergänglichkeit – schon bald wird ER wieder in See stechen…
Und nun die Fortsetzung des letzten Posts vom Shooting mit Tea: Nachdem 


Wenn ich ein Diplom hätte, würde ich Björn eins ausstellen, – als diplomierter Wasserschmeißer! Wasser war unser Thema beim Shooting mit Sarah-Jane. Zunächst überwasser, später auch eine Etage tiefer, unterwasser.
wo ich eine Woche lang Orientoutfits fotografiert habe. Dort bin ich mit dem Fuss auf den Beckenboden aufgeschlagen und hatte mich seither nicht mehr getraut – schon gar nicht in der Combo „Shoot + Rutsch“. Und jetzt, beim ersten Versuch seit dem, gleich die Extremvariante: Man stellt sich in eine Röhre, dann verschwindet der Boden unter den Füßen und man wird in unglaublichem Tempo in einen Looping oder was auch immer gestürzt – ich habe nichts davon mitgekriegt, war zu sehr mit Schreien beschäftigt. Dann dachte ich, ich sei steckengeblieben nach wenigen Sekunden und hatte schon furchtbar Angst, dass Björn, der hinter mir rutschte, mich gleich ummähen würde – aber das entpuppte sich als Ende der Rutsche, gebaut mit etwas Spielraum für die ganz Schweren und Schnellen… Danach war ich geflasht für den Rest des Tages. Sehr empfehlenswert.
Ein paar kleinere Pannen haben dieses Shooting begleitet: Ich war totmüde, als Yaoke mich morgens abgeholt hat und hatte natürlich mein Handy vergessen. Da wir pünktlich waren, machte ich mir auch keinen Kopf darüber – bis zu dem Moment, als wir den Eingang zu der Diskothek, in der das Shooting stattfinden sollte, nicht fanden! Im Nachhinein eine peinliche Leistung: Es gab eine große, schöne Eingangstür – nur waren Yaoke und ich irgendwie auf “Kellerdisko” gepolt und hatten nicht damit gerechnet, dass eine Treppe nach oben zur Disko führt. Und übers Handy konnten wir es ja nicht herausfinden… Wie man aber am Ergebnis der Bildstrecke sieht, waren wir es dann doch nach einigen Runden um das Gebäude fündig geworden.

Hier seht Ihr nun, woran ich hauptsächlich in den letzten Wochen gearbeitet habe: Ein bißchen Pin-Up. Es war eine Strecke mit vielen Hindernissen. Geboren war die Pin-Up-Idee im November. Ich hatte mir in diese Zeit kaum Shootings gelegt, da meine Disputatio anstand, ein wenig lernen dafür und danach ein paar Tage Erholung, Weihnachtsmarkt und gebrannte Mandeln. Im Anschluß daran war Skiurlaub geplant und ich dachte mir, dass ich während gemütlicher Abende nach langen Pistenfahrten sicher Zeit und Lust haben werde, mal wieder etwas zu bearbeiten – ohne Auftrag, ohne Stress. Zum Bearbeiten braucht es aber Bilder, – auf älteres Material hatte ich wenig Lust und benötigte daher ein Thema, das sich relativ fix vor dem Winterurlaub fotografieren liess. “Fix”, das heisst im Winter wohl Studio, und an sich bin ich ja kein Studiofan. Ich überlegte also, wie ich mir das Studio schmackhaft machen könnte, und da kam ich auf die Pin-Up-Idee.




