Tipps & Tricks – Was in Deinen Modelkoffer gehört
// Januar 21st, 2010 // 3 Comments » // Modeln, Tipps & Tricks
Ich habe schon alles erlebt, Modelle, die mit einer kleinen Plastiktüte kamen oder Damen, die einen Kleintransporter vollgeladen haben. Natürlich bevorzuge ich den Kleintransporter. Ein paar Must-Haves sollten aber immer dabei sein:
- Notfallmakeupset: Auch wenn eine Visagistin an Bord sein soll – wenn sie im Stau steht und ein paar Stunden später kommt, oder wenn sie kurzfristig ganz ausfällt, muss das nicht das Ende eines Shootings bedeuten. Deswegen solltest du ein Notfallset dabei haben, mit Wimperntusche, hellen und dunklem Lidschatten, Eyeliner, Grundierung, Lipliner in hell, dunkel und leuchtend rot, sowie passende Lippenstifte, Nagellack in hell, leuchtend rot und schwarz.
- Haarteile: Gleiches gilt natürlich für die Frisur, auch hier soll ein Visa-Ausfall kein Drama darstellen. Solltest du selber nicht mit Lockenwicklern, Glätteisen und Hochsteckgeräten arbeiten können, versuche dich mit Haarteilen in deiner Haarfarbe – die einfachste und schnellste Möglichkeit, frisiert auszusehen. Auch Hüte, Haarbänder o.ä. können un- oder schlechtfrisierte Häupter zieren. Haarklammern helfen, Blumen, Schmuck oder sonst was um den Kopf zu dekorieren.
- Dessous: Auch wenn es um ein Fashionthema geht, und auch, wenn du die Mode gestellt bekommst, solltest du zwei bis drei Dessoussets dabei haben – damit nichts durchscheint unter den Outfits. Durchscheinende Dessous bedeuten oft sehr viel Retuscheaufwand und auch solche Kleider können im Licht einer Blitzanlage leicht transparent werden, die es im Normallicht kaum sind. Am wichtigsten (aber leider am seltensten im Modelkoffer) ist ein schlichtes Set in Hautfarben. Es sollte nach Möglichkeit frei sein von Spitze, Perlchen oder sonst welchen Verzierungen und nicht zu stoffreich sein. Gut ist ein Trägerloser BH, der durchaus gepolstert sein darf und ein Höschen im Normalschnitt oder mit einem transparenten Band an den Seiten. Zum hautfarbenen Set kommen ein Set in weiss und eins in Schwarz, wenn du besonders gut ausgerüstet sein möchtest. Solche schlichten Sets können je nach Thema auch auf dem Bild Einsatz finden.
Bedenke: Selbst wenn der Fotograf einen Vorrat an Dessous da hat – solange du nicht weisst, wie gebraucht sie sind, hast du sicher wenig Lust, sie anzuziehen. Also liegt das wirklich in deiner Verantwortung.
- Strümpfe: Hier gilt ähnliches wie bei den Dessous. Am besten gerüstet ist man mit Strümpfen in hell, hautfarben und schwarz. Bei Dessousthemen mit Strumpfhalter sind natürlich halterlose Strümpfe von Vorteil, ansonsten auch verzierte passend zu den Dessous, während bei normaler Kleidung Strumpfhosen oft besser geeignet sind. Und auch wenn’s strumpfhosenlos aussehen soll, bevorzugen viele Modelle hautfarbene Strumpfhosen, die etwa blaue Flecke, Rötungen, Zellulite o.ä. weniger sichtbar machen.
- Sicherheitsnadeln und Klemmen: Helfen, alles mögliche in Position zu halten.
- Hohe Schuhe: Auch gut ausgestattete Studios können nicht Schuhe in jeder Größe bereit halten. Ausserdem wäre das recht unhygienisch. Also nimm selber Schuhe mit. Auch hier gilt, dass man mit hell und dunkel, schlicht, auf Nummer Sicher fährt. Wenn du selbst Outfits mitbringst, kannst du sie ja leicht abstimmen. Auch bei Themen, die gar keine Schuhe involvieren, solltest du Pumps dabei haben: Man steht einfach anders auf hochhackigen Schuhen, das gefällt vielen Fotografen.
- Einzelteile: Gar nicht so selten kommt es vor, dass man keine genauen Outfits abgesprochen hat und möglicherweise keine Outfits gestellt werden. Handelt es sich bei so einem Shootign um ein freies Fashionshooting, sind folgende Teile sinnvoll: Bodys, schlichte Einteiler, z.B. mit breiten Gürteln aufgepeppt, Korsetts, Hüte. Und natürlich das Ausgefallenste, was der Kleiderschrank hergibt.
Und, ganz abgesehen von all dem: Pack auch etwas zu Essen ein. So ein Shooting kann lang und anstrengend sein und nicht überall ist McDonalds nebenan…
Model: Meike I Hair & Make-Up: Melli I Support & Studio: Oliver Meyer


Eine Geige ist natürlich eine feine Sache für die Hintergrundmusik, aber auch als Accessoire recht tauglich. Sie lässt sofort Musik assoziieren, v.a. klassische oder Gypsy-Musik und passt dementsprechend auch zu derartigen Themen – gleich ob klassische Kleidung präsentiert werden soll, klassischer Akt oder Zigeunerromantik.
Ein Korsett ist ein echtes Must-Have – aber was ist ein Korsett? Oftmals werden Schnürkorsetts verwechselt mit Corsagen, viele sehen sogar auf den ersten Blick identisch aus. Corsagen allerdings schnüren nicht oder nur kaum und sind aus dünneren Materialien gearbeitet. Sie besitzen zwar häufig auch eingearbeitete Stäbchen, doch sind diese sehr biegsam. Auch die Schnüre sind bei Corsagen oft nur aus Satin, bei Korsetts aus festerem Material.
zwischen 50 und vielen Hundert Euro je nach Verarbeitungsweise, Material, Muster, Schnitt, Marke etc. Wenn du Model und Korsettneuling bist, bieten dir Tabellen bei Korsettanbietern einen Anhaltspunkt dafür, welche Größe für dich in Ordnung ist. Wenn du Fotograf bist und für deine Modelle einkaufst, solltest du ausnahmsweise eher von einer kleinen Größe ausgehen. Ein kleines Korsett passt nicht nur den schmalen Modellen, sondern kann – hinten weiter offengelassen – auch noch für die breiteren Modelle geeignet sein, während ein zu großes Korsett nicht wie ein Kleid oder eine Bluse hinten absteckbar ist, sondern dann schlichtweg nicht passt.
MUST HAVES – HANDSCHUHE







