Posts Tagged ‘Aktuelles’

VIDEO2BRAIN

// August 19th, 2010 // 4 Comments » // Einblicke, People

video2brain2sEines der besten Aspekte am Fotografieren ist, dass man immer wieder Neues lernt. Diesmal habe ich eine neue wunderschöne Stadt kennengelernt, Graz in Österreich, jede Menge netter Leute dort und natürlich wie man Videotutorials aufnimmt. Außerdem habe ich seit langem noch einmal mit Maus gearbeitet, wenngleich ich mich mit dem guten alten Touchpad nach wie vor wohler fühle.
Letzte Woche habe ich also ein paar Tage in Graz verbracht, um Videotrainings aufzuzeichnen für Video2Brain. Was erwartet Euch?

  • Wie kann man Bilder “alt aussehen” lassen? Und trotzdem gut, interessant, anders?
  • Wie schafft man einen integrierten Look?
  • Welche Prinzipien gelten, wenn man Text in Bilder einsetzen möchte?
  • Mit welchen Mitteln kann man Bildern einen skurrilen Look geben (ohne verzerrte Gesichtsausdrücke und Blutlachen)?

Ich bin schon sehr gespannt auf die Endprodukte, manches muss noch geschnitten und in die richtige Form gebracht werden… und ich hoffe, Ihr seid’s auch :-)

video2brain1s

Int. Bodypainting Festival Germany

// Juli 26th, 2010 // 2 Comments » // Einblicke

ibf1Irgendwie bin ich noch immer etwas angeschlagen… aber das IBF in Bingen, in einem tollen Park direkt am Rhein mit Skatepark und Kinderwasserpark, konnte ich mir dennoch nicht entgehen lassen. Worum es ging?

Nun, Themen auf Bodypaintingwettbewerben sind gerne recht weit gewählt – wie auch in diesem Fall: Zum Thema “Weltkulturerbe” etwa sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So sah man dann auch immer wieder eine wundervolle, bunte Mischung aus Kunstwerken – vom Indianer über eine Verkörperung der Loreley-Saga bis zu Wiener Hofreitschule. Es gab also mal wieder für jeden Geschmack etwas. Und nicht nur tolle Paintings, sondern auch ein spannendes, buntes Rahmenprogramm mit Tanzeinlagen, Actionbodypainting (Farbeimer über Modelle, krasses Spektakel!), Skateboardcompetition und meiner Wenigkeit mit einem Vortrag über Fotografie und Bodypainting (ich hoffe, es war informativ und lustig)…
Mein Riesenkompliment gilt auf jedem Fall dem Orga-Team von SI Lighting, den frisch gebackenen, erneuten und sogar doppelten Bodypainting-Weltmeistern Peter und Petra Tronser! Nach langem Denken fiel mir ein einziger Kritikpunkt ein: Die Fritten mit Currywurst sollten auf größeren Schälchen serviert werden, um beides nicht so miteinander zu vermatschen. Nach dem Genuß des Gerichts war ich dann übrigens auch “gepaintet”… *g*

Kleiner Doku-Shot während meines Vortrags – auf der Bühne muss man mich wohl fast suchen *g*:

ibf2

ibf3

World Art Connects … und bald IBF in Bingen!

// Juli 4th, 2010 // 1 Comment » // Einblicke

wac5So, nun habe ich ein paar Bilder bearbeitet für’s “World Art Connects” und unsere Sponsoren, darunter Thomas Cook und die Lopesan-Kette, und möchte sie Euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Hier auch noch mal ein Blick auf die Arbeitsatmosphäre dort… hach… man kann nur hoffen, dass ein wenig Sommer “rüberschwappt” – ich bin in den letzten Tagen gerade erst warm gelaufen – die heutige Sommerpause passt mir eigentlich gar nicht…

Übrigens steigt am 24./25. Juli in Bingen (also mal etwas näher) das “International Bodypainting Workshops-Bild-grossFestival Germany“: Konzipiert als ein Festival von Künstlern für Künstler und als Plattform gegenseitiger Inspiration und gemeinsamem kreativen Schaffen. Künstler aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen werden für zwei bunte, kreative Tage dieselbe phantastische Sprache sprechen: Bodypainting!

Ich werde dort auch einen Workshop zum Thema “Grundlagen der Modelfotografie” anbieten. Anmelden könnt Ihr Euch hier: >> Anmeldeformular

So, und jetzt gibt es noch die oben angesprochenen Bilder vom Festival auf Gran Canaria – als kleinen Vorgeschmack auf Bingen…

wac6

“It could be VOGUE…”

// Juni 22nd, 2010 // 5 Comments » // Fotografieren, Modeln

couldbevogue4Es ist eine der teureren Zeitschriften am Kiosk und überhaupt, sie am Kiosk zu kaufen ist schon fast profan. Mit ihr unter dem Arm fühlt man sich mondän, elegant und gehoben, als hätte man sie auf dem Flughafen oder zumindest im internationale Presse-Laden eines großen Bahnhofs erworben. Aber es gibt noch ein weitaus erhebenderes Gefühl, als mit der Vogue lässig in eine Damenhandtasche, von der der Unkundige hoffentlich annehmen mag, sie war so teuer wie eines der zahlreichen „Sex and the City“-Accessoires, und den Fast-Manolos an den Füßen durch die Straße zu spazieren: In der Vogue zu sein. Oder zumindest so tun als ob.
Genau das ist der Stil, den die Modelle heute nachfragen, zumindest jene, die von Figur und Gesicht noch eine entfernte Ähnlichkeit mit dem typischen Vogue-Modellen haben. Der Fotograf blättert die Zeitschrift durch und sucht sich jene Bildstrecken aus, die keinen Palast als Location erfordern und kein 500-Dollar-Styling, und alle Beteiligten hoffen, dass vogue-ähnliche Bilder auch mit dem H&M-Kleid funktionieren mögen. Im Notfall gibt es zwei Rettungsmöglichkeiten: Mach das Bild schwarz-weiß und lege Text darüber. Am besten etwas auf Französisch mit vielen accent aigu und accent grave, damit es auch der Unkundige mitbekommt, dass nicht „Eleganz“, sondern „élégance“ gemeint ist. „Nummer sicher“ wäre, einfach den Text aus einer veralteten Vogue-Ausgabe abzuschreiben – die wissen sicher schon, was sie zu sagen haben. Und eigentlich wird es auch keiner lesen – das Textelement dient nur als Verschönerung gleich einem Schnörkel und als Qualitätsmerkmal wie ein Stempel.
couldbevogue5Doch welches Foto hat einen solchen Qualitätsstempel verdient? Erstaunliches tut sich auf: Denn viele jener Bilder wirken wie Schnappschüsse aus der Hüfte. Man sieht Bilder mit starken Überbelichtungen, Verwacklungen, Bildausschnitte, die Finger abschneiden oder Füsse und dicke Schlagschatten. Auch auf Seite der Modelle findet man Nachlässigkeiten: Sie stehen wie gelangweilt gegen Wände gelehnt, schauen unwillig in die Kamera, ziehen die Schultern nach vorne – wer freundliches Lächeln und „Bauch-rein, Brust-raus“ erwartet, wird erstaunt sein. Manche der Posen treiben das Relaxt-Gelangweilte noch auf die Spitze, so dass in der Entspannung wieder Spannung entsteht: Extreme Verrenkungen, krasse Rundrücken, krank wirkende Posen passend zu den Gerippen, die sie präsentieren.
couldbevogue2Warum konnte dieser Stil erfolgreich werden? Würde man bei einem Urlaubsknipsbild oder einem Privatkundenshooting so ein Bild abliefern – eine Frau lehnt mit den Schultern gegen eine Wand, die Beine weiter vorne auf den Boden, Blick mit leicht zusammengezogenen Augenbrauen und vorgeschobenem Kinn unwirsch in die Kamera, dicker Schlagschatten, Kopf und Hand angeschnitten – gäb es vermutlich eher enttäuschte Blicke als Lob. Doch genau darin liegt die Ursache für den Vogue-Stil: Dieser Stil soll das Model nicht „nett“, „sympathisch“ oder „hübsch“ aussehen lassen, sondern sich von genau dem abheben. „Eure Regeln von Symmetrie, Schönheit und Stil haben wir nicht nötig“ kommuniziert der Vogue-Stil. Der Fotograf schert sich nicht um die Regeln des Hobbyknipsers, und das Model braucht sich nicht die Mühe geben, sich anständig hinzustellen. In der Vogue oder in den aufwändigeren Produktionen anderer Fotografen wirkt das Model nicht selten, als wenn sie zufällig in einem skurrilen Designerkostüm – völlig untragbar im Alltag versteht sich – gelandet sei, fast wie eine leicht trotzige und selbstbewusste Prinzessin. Günstigere Produktionen wählen oft einfache Outfits wie Leggins und T-Shirt, dazu hat das Model noch Balloons in der Hand, eine Katzenohrenhaarreifen auf dem Kopf oder weit ausladenden Tüll auf den Schultern – Accessoires, die das Outfit „unnormal“ wirken lassen, die klar kommunizieren „das ist eben kein anspruchsloser Schnappschuss“, Accessoires, die manchmal sogar etwas psycho wirken wie kleine Spleens oder Überreste einer Champagnerparty am Vorabend. Als Hintergrund dient dann z.B. eine Betonwand, eine Steingrube, ein Hafengelände oder eine Studioleinwand. Locations, die kühl und ungemütlich wirken, verstärken noch den Kontrast zur Schnappschussidylle.
couldbevogue3Auch das Make-Up ignoriert Übliches: Die Betonung der Lippen oder der Augen sind in vielen Kulturen typische Schminkstile, vielleicht sogar mit biologischer Verankerung um den männlichen Gegenüber zu suggerieren, dass die Dame jung und gesund ist. Nun sind es die Augenbrauen, die plötzlich dick und blockartig geschminkt werden, die Haut wirkt porzellanig, fast schon zerbrechlich, die Haare wild toupiert. Rouge und Lippenstift bedienen sich oft ungewohnten Farben und Formen.
Diese Optik ist eine neue Art der Arroganz, nicht mehr das Aufrechte, Formelle ist arrogant, denn das kann jeder normal Berufstätige. Arrogant und überlegen wird das Gegenteil. Damit das funktioniert, damit das Bild erkannt wird als Vogue-Stil und nicht als schlechte Aufnahme disqualifiziert wird, braucht es Extreme, krassere, kranke Posen, skurrile Accessoires, grandios opulente oder sehr ungemütliche oder kalte Locations. Das Model kommuniziert seine Überlegenheit gegenüber all den Schnappschuss-Fotografien, aber auch gegenüber all denen, die es nötig haben, sich extra in Pose zu schmeißen, extra nett von billigen Zeitschriften wie der TV-Spielfilm zu lächeln, es ist auch überlegen gegenüber allem Pomp und Chic, der ihm geboten wird, es interessiert sie nicht, ob in einem Schloss oder auf einem Schrottplatz geshootet wird, und auch nicht, ob der typische Normal-Mann sie als attraktives, sympathisches, gesundes und letztlich fortpflanzungsfähiges Geschöpf wahrnimmt. Ein Forum zur Dokumentation dieses Nicht-Interesses bieten zahlreiche Communities im Internet – und da wird es dann sehr interessant, wer es am besten kann. Längst geht es nicht mehr darum, wer es wirklich zu einem guten Job geschafft hat – viele würden auch zahlen, um in der Vogue veröffentlichen zu dürfen, Status hat Kommerz längst abgelöst. Und so lange man nicht in der Vogue ist, kann man zumindest so tun als ob: kranke Pose, Leggins, T-Shirt und Luftballons, arrogant-gelangweilter Blick, Textelement und Schwarz-Weiß …

… und ja, Vogue-Stil gefällt mir gelegentlich und ist ein verhältnismäßig schneller Bearbeitungsstil, der auch nicht so berauschende Bilder retten kann :-)
(wofür die nachfolgenden Bilder selbstverständlich keine Beispiele sein sollen ;-)

couldbevogue1

couldbevogue6modelle: ophelia’s overdose, sarah-joelle, jenny, eva, filiz I styling: opehlia’s overdose, sayuri, angel I bea: jamari, imre fejes I support: eddy art, oliver meyer

Tea Xuxu – The Dark Side

// Juni 10th, 2010 // 2 Comments » // Einblicke

Hell und Dunkel – das könnten die beiden Stichworte sein, mit denen sich die beiden Hälften des Shootings mit Tea Xuxu beschreiben lassen. Zuerst ging es in eine Industrielocation (lieben Dank an Olli Rudolph für den Tipp!) und danach in die Natur, in den Sand.

Tea bekam an diesem Tag die volle Ladung – Glassplitter, Dreck, Sand ins Gesicht – aber hat sich bewundernswert gehalten. In der dunklen industrieartigen Location gab es den Dreck und die Glassplitter. Wir haben dort ein leicht gruselig angehauchtes Fashionthema umgesetzt. Heraus kam eine Collage von mir und eine von Sebastian. Ich freue mich riesig, dass Sebastian jetzt auch mal öfter zur Kamera greift. Wir haben es uns so aufgeteilt, dass er für Portraits verantwortlich ist und ich die Skurrilitäten und Ganzkörpergeschichten versuche. Bei unseren beiden fokusschwachen Kameras ist so hoffentlich bei irgendwem was scharfes dabei und wir haben doppelt Spaß!

Model: Tea Xuxu I Visagistik: Gamze Güven I Support: Sebastian

tea dark 1

… und hier Sebastian’s Arbeit:

tea dark 2

Splash!!!

// Juni 8th, 2010 // 6 Comments » // Einblicke

splash_3Wenn ich ein Diplom hätte, würde ich Björn eins ausstellen, – als diplomierter Wasserschmeißer! Wasser war unser Thema beim Shooting mit Sarah-Jane. Zunächst überwasser, später auch eine Etage tiefer, unterwasser.

Das persönliche Highlight kam zwischen dem Fotografieren: Ich bin eine grandioshammermässigeatomare Wasserrutschbahn gefahren. Letzten Sommer hatte ich schon mal eine Shootingpause mit Rutschen verbracht, in der Türkei, splash_2wo ich eine Woche lang Orientoutfits fotografiert habe. Dort bin ich mit dem Fuss auf den Beckenboden aufgeschlagen und hatte mich seither nicht mehr getraut – schon gar nicht in der Combo „Shoot + Rutsch“. Und jetzt, beim ersten Versuch seit dem, gleich die Extremvariante: Man stellt sich in eine Röhre, dann verschwindet der Boden unter den Füßen und man wird in unglaublichem Tempo in einen Looping oder was auch immer gestürzt – ich habe nichts davon mitgekriegt, war zu sehr mit Schreien beschäftigt.  Dann dachte ich, ich sei steckengeblieben nach wenigen Sekunden und hatte schon furchtbar Angst, dass Björn, der hinter mir rutschte, mich gleich ummähen würde – aber das entpuppte sich als Ende der Rutsche, gebaut mit etwas Spielraum für die ganz Schweren und Schnellen… Danach war ich geflasht für den Rest des Tages. Sehr empfehlenswert.

Model: Sarah-Jane I Visagistik: Miss Swan I Support: B_G

splash_1

Gratulationen der Woche!

// Mai 21st, 2010 // 1 Comment » // People

gratulationen1Diese Woche war superstressig, viel zu tun gehabt, viele technische Probleme (ein Laptop zur Reparatur, ein zweiter auch kaputt, mit dem Kamerafokus den üblichen Ärger, Züge fast verpasst, kaum geschlafen) – aber diese Woche haben auch drei wichtige Menschen Feiern, denen ich hiermit gratulieren möchte.

Am 19. war’s the one and only Ophelia’s Overdose, Model, Designerin, Tänzerin und Stilikone. Sie ist eine der wenigen Modelle, die verstanden hat, was ich mir unter “ausgefallene Outfits” vorstelle, und mach ein Outfit hat sie sogar selbst designt und geschneidert. Ich hoffe, das im nächsten Jahr noch viele tolle Kreationen und Shootings folgen!

Heute, am 21., hat meine Mama Geburtstag. Ich bin zwar früh in meinem Leben “in die Welt gezogen”, habe in der 11. Klasse ein paar Monate in England verbracht, in den Urlauben während meiner Schulzeit bin ich meistens ohne Eltern in Jugendcamps gefahren, habe auch z.T. fernab der Heimat studiert – aber doch bin ich ein absolutes Familienkind, telefoniere und maile oft mit zu Hause und kann mit meinen Eltern über alles reden. Meine Mama ist klein und hat das Temperament ihrer italienischen Vorfahren, quirlig, aktiv, zwar immer ein wenig besorgt aber doch mit einer sehr positiven Einstellung zum Leben. Ich hoffe, meine Mama wird einen tollen Geburtstag haben und sich über mein Geschenk freuen :-)
Übrigens hat Mama auch bei einigen meiner Selfs abgedrückt, z.B. bei den Schwänen.

gratulationen2Am Sonntag heiratet Tamil Selvan. Ich habe ein Jahr lang in Chennai oder besser bekannt als Madras in Südindien studiert. Dort habe ich in Tamil Selvan einen sehr lieben, zuverlässigen Freund gefunden. Tamil war etwas besonders am College: Er kam nicht wie viele andere am College aus Chennai oder aus einer anderen Metropole, sondern vom Land. Dort habe ich seine super liebenswerte Familie auch kennengelernt, die ein traditionelles südindisches Landleben führt. Am College hat Tamil Visual Communication studiert und arbeitet nun bei einem TV-Sender. Zwischenzeitlich hatte er einen schweren Unfall und musste sein Gedächtnis neu erarbeiten. Ich bin sehr stolz darauf, dass er es geschafft hat und wie super er sein Leben managt. I would love to be there with you, and wish you a wonderful celebration! Nandri for everything!

Zurück vom World Art Connects – Gran Canaria

// Mai 8th, 2010 // No Comments » // Einblicke

Dass die Kanarischen Inseln bunt sein können, habe ich ja schon im März beim ZDF-Dreh auf Fuerteventura (Video kommt noch, hab leider verpasst, es aufzunehmen :-D ) festgestellt, aber diesmal ging es noch bunter zu: Für das World Art Connects haben sich die weltbesten Bodypainter, alle mit einer beeindruckenden Liste von Preisen und Titeln, auf Gran Canaria versammelt. In einem traumhaften Hotel (Lopesan Baobab), das modern-afrikanisch eingerichtet ist, war der Gewinner des World Art Connects auszumachen.
Gepaintet wurde zwei ganze Tage lang, einmal zum Thema “Treasures of the World”, einmal zum Thema “Africa”. Tagsüber wurden die Modelle in den weitläufigen Poolanlagen des Hotels bemalt, besprüht und beklebt, abends fand dann zwei mal eine tolle Bühnenshows mit den fertigen Paintings, mit Akrobatik- und Showacts und Musik statt. Und meine Rolle? Ich habe Paintings fotografiert und zusammen mit Shaul Moalem, dem Leiter des “Makeup Institute Stockholm” und Markus Schöffel bekannt aus der RTL-Show “Let’s Dance” als Jury bewertet. Dabei ging es nicht nur um den Gesamteindruck, sondern auch um Aspekte wie die hinter dem Painting stehende Idee. Zum Thema “Treasures of the World” zum Beispiel gab es ein breites Ideenspektrum von Bodenschätzen über den Regenwald und den Ozean bis zu mythologischen Themen. Bei Africa wurde mehrmals das Thema “Two sides of the continent” umgesetzt: Eine Seite des Models farbenfroh und fröhlich bemalt, die andere düster in Anlehnung an die Aids-Problematik, die Kindersoldaten und den Hunger. Patrick Leis aus Dänemark gewann beide Wettbewerbe mit sehr anspruchsvollen, effektreichen Umsetzungen: Zu Afrika präsentierte er sein Model in einem Militäranzug – doch das war nur die erste Lage des Paintings, unter der grauen Jacke öffnete sich ein farbenfrohes und wunderschönes Afrikabild, und das Gesicht des Kriegers wandelte sich in das einen stolzen Löwen.
Mein Fazit: Es war ein opulentes, farbenreiches Festival und das Orgateam um Peter und Petra Tronser, sowie Uli von SI-Lighting und sein Team haben tolle Arbeit geleistet. Und auf Gran Canaria war ich sicher nicht zum letzten Mal…
Wer sich fürs Festival interessiert: http://www.wac-spain.com/de/ .
Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und kämpfe mit meinem Schlafdefizit: Tatsächlich bin ich während der ganzen Gran-Canaria-Zeit kein einziges Mal im Pool gewesen und habe mich nur mit Mühe abends mal an die Bar geschleppt – zu viel gab es zu tun. Neben den Bodypainting-Shootings habe ich auch eine kleine Modestrecke fotografiert (Danke Georg, Christina, Rames!) und einige andere Geschichtlein, die ich im Laufe der Zeit bearbeiten und Euch zeigen werde… :-)
worldartconnects2Dass die Kanarischen Inseln bunt sein können, habe ich ja schon im März beim ZDF-Dreh auf Fuerteventura (Video kommt noch, hab leider verpasst, es aufzunehmen :-D ) festgestellt, aber diesmal ging es noch bunter zu: Für das World Art Connects haben sich die weltbesten Bodypainter, alle mit einer beeindruckenden Liste von Preisen und Titeln, auf Gran Canaria versammelt. In einem traumhaften Hotel (Lopesan Baobab), das modern-afrikanisch eingerichtet ist, war der Gewinner des World Art Connects auszumachen.
Gepaintet wurde zwei ganze Tage lang, einmal zum Thema “Treasures of the World”, einmal zum Thema “Africa”. Tagsüber wurden die Modelle in den weitläufigen Poolanlagen des Hotels bemalt, besprüht und beklebt, abends fand dann zwei mal eine tolle Bühnenshows mit den fertigen Paintings, mit Akrobatik- und Showacts und Musik statt. Und meine Rolle? Ich habe Paintings fotografiert und zusammen mit Shaul Moalem, dem Leiter des “Makeup Institute Stockholm” und Markus Schöffel bekannt aus der RTL-Show “Let’s Dance” als Jury bewertet. Dabei ging es nicht nur um den Gesamteindruck, sondern auch um Aspekte wie die hinter dem Painting stehende Idee. Zum Thema “Treasures of the World” zum Beispiel gab es ein breites Ideenspektrum von Bodenschätzen über den Regenwald und den Ozean bis zu mythologischen Themen. Bei Africa wurde mehrmals das Thema “Two sides of the continent” umgesetzt: Eine Seite des Models farbenfroh und fröhlich bemalt, die andere düster in Anlehnung an die Aids-Problematik, die Kindersoldaten und den Hunger. Patrick Leis aus Dänemark gewann beide Wettbewerbe mit sehr anspruchsvollen, effektreichen Umsetzungen: Zu Afrika präsentierte er sein Model in einem Militäranzug – doch das war nur die erste Lage des Paintings, unter der grauen Jacke öffnete sich ein farbenfrohes und wunderschönes Afrikabild, und das Gesicht des Kriegers wandelte sich in das einen stolzen Löwen.
Mein Fazit: Es war ein opulentes, farbenreiches Festival und das Orgateam um Peter und Petra Tronser, sowie Uli von SI-Lighting und sein Team haben tolle Arbeit geleistet. Und auf Gran Canaria war ich sicher nicht zum letzten Mal…
worldartconnects3
Wer sich fürs Festival interessiert: http://www.wac-spain.com/de/
Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und kämpfe mit meinem Schlafdefizit: Tatsächlich bin ich während der ganzen Gran-Canaria-Zeit kein einziges Mal im Pool gewesen und habe mich nur mit Mühe abends mal an die Bar geschleppt – zu viel gab es zu tun. Neben den Bodypainting-Shootings habe ich auch eine kleine Modestrecke fotografiert (Danke Georg, Christina, Rames!) und einige andere Geschichtlein, die ich im Laufe der Zeit bearbeiten und Euch zeigen werde… :-)
worldartconnects1

JAMARI@TION2010 – Was erwartet Euch?

// April 21st, 2010 // 7 Comments » // Einblicke, Tipps & Tricks

Das Bildbearbeitungsevent “TION” hatte ich ja schon ab und an erwähnt – und jetzt steht es vor der Tür. Während alle anderen Referenten handfeste Themen haben wie “Ebenenmasken” oder “Beautyretusche” lässt mein Vortragstitel vieles offen, es geht um meine Farbenwelt *g*…

Also was erwartet Euch konkret bei meinem Vortrag? Es ist mir nicht leicht gefallen, mich für ein Vortragskonzept zu entscheiden. Anders als manch anderer Referent bin ich weit sparsamer mit Photoshop, gerade von meinen neuen Bildern sind viele nicht mehr  montiert, ge-agt, gefiltert etc., sondern ziemlich pur (leider braucht es doch pro Bild immer noch ein paar Stunden Beautyretusche und meist recht unkoordiniertes Ausprobieren verschiedener Farbvarianten). Von meinen Modellen habe ich oft das Feedback erhalten, dass ich mich weit mehr als viele Kollegen in Sachen Styling, Konzept und Posing involviere, oft mit einer bestimmten Bearbeitungsidee im Hinterkopf. Daher habe ich mich dazu entschieden, die Synthese aus Fotografie und Photoshop zum Thema zu machen. Es wird 10 sehr konkrete Tipps geben, wie man schon vor dem oder während des Fotografierens Bilder für eine Bearbeitungsrichtung optimiert. Einiges kann ich auf Wunsch auch in Photoshop vorführen, und alles wird einfach und verständlich sein – sprich niemand muss Photoshop-Freak sein, um mir folgen zu können.

Und wenn ihr sonst noch Fragen habt, dafür ist bestimmt auch Zeit! Wobei ich nach wie vor zu der Frage “Woher nimmst Du Deine Inspiration?” nicht viel Neues sagen kann ;-)

Ich freue mich schon auf Euch :-)

1:0 für Online-Shops

// April 8th, 2010 // 9 Comments » // Einblicke

Aufgrund meiner Probleme mit Sony – auch die Sony Alpha 850 scheint es mit dem Fokussieren nicht so genau zu nehmen – wollte ich mich doch mal in einem Kamerageschäft informieren, ob ein Wechsel zu Canon sinnvoll wäre oder wie ich mit Sony noch auf einen grünen Zweig kommen kann. So zog es mich nach Bonn Innenstadt, wo ich einen Fotoladen nahe des Rathauses betrat. Die Szenerie dort wäre fast comedyreif, wenn es nicht etwas traurig war.

Ich gebe zu, der Verkäufer tat mir etwas leid, als er sich meine gesammelten Probleme mit Sony anhören musste – von Fokuspannen über unregelmässig auftretendes Bildbeschneiden beim Nutzen von Kleinbildobjektiven an der Vollformatkamera bis zu starkem Iso-Rauschen. Danach verflog aber mein Mitleid, als mir noncharlant erläutert würde, dass die Modelle, die vom Band laufen wie Sony, Nikon, Canon o.ä., nun mal nicht alle getestet wären und man, wenn man sichergehen möchte bei der Qualität, mit Leica arbeiten sollte. Rasch fügte er hinzu: “Aber so eine Kamera ist natürlich nichts für Sie”, Unterton in der Stimme: “Damit kommen Sie doch gar nicht klar”. Bis dato wusste er gar nicht, was meine “Motive” so sind. Als meine Mutter ein paar Visitenkarten von mir herausholte (sie haben alle unterschiedliche Motive auf der Rückseite, daher der Plural), lehnte er dankend ab: “Ich werde mir die Website sowieso nicht anschauen”.
Ich erkundigte mich nach einem meiner Kamera vergleichbaren Canon-Model, ließ mir vorrechnen, welche Investition auf mich zukommen würde. Dann frage ich, ob ich die Canon einmal in die Hand nehmen dürfte, die Antwort: “Ja, aber nicht heute, wir schließen jetzt”. Und das, wobei selbst wenn man mich aufgrund meiner hohen Stimme und meines jungen Aussehens schon nicht für voll nimmt, so zumindest gerade ggf. zahlungswillige Eltern neben mir standen.
Da die “Offline-Welt” dermassen uninteressiert an ihren Kunden ist und dermassen unkooperativ, versuchte ich es also im Internet – selbstverständlich sind die Technikgeschichten dort sowieso viel billiger. Zwar habe ich hier bisher auch keinen Erfolg im Sinne einer Problemlösung, aber es gibt dennoch Positives zu berichten: Eine Kamera, die ich dort bestellt habe und mit der ich nicht zufrieden bin, darf ich zurückschicken. Am Telefon widmet man mir Zeit, versucht konstruktiv zu einer Lösung beizutragen.

Ich sage mal: 1:0 für Online. Verwunderlich finde ich das, zumal es Technikläden doch schwer haben dürften, wenn baugleiche Produkte im Netz sowieso billiger sind. Müssten sie deshalb nicht erst recht durch Service brillieren?

Hier mal ein paar Tipps an die Technikgeschäfte:

  • Widmen Sie Ihrem Kunden Aufmerksamkeit. Versuchen Sie, seine Bedürfnisse zu verstehen, dafür wäre ein Blick auf seine Bilder, auf das, was er eigentlich machen möchte mit einer Kamera, gar nicht so falsch.
  • Ja, Objektive unter 1000 Euro mögen “Glasbausteine” sein verglichen mit den richtig tollen – aber das heisst nicht, dass jeder, der einen Glasbaustein verwendet, kein Recht auf scharfe Bilder hat und keine Ahnung von der Fotografie. Ein dickes Portemonnaie macht nicht zwangsläufig einen super Fotografen. Und tuen Sie nicht so, als würde jeder zweite Kunde 8000 Euro im Laden lassen!
  • Schmeißen Sie keinen zahlungswilligen Kunden wegen Ladenschluß raus.