Archive for Modeln

MATSCHEREI À LA JAMARI

// November 5th, 2010 // 2 Comments » // Einblicke, Modeln

Sie tut es immer wieder gerne – mit Farben matschen! Die Gelegenheit bot sich bei gemeinsamen Shootings mit Helmut Willmann in Düsseldorf. Nicht, dass ich mein Studio nicht auch vermatschen würde (bzw. nicht schon gemacht hätte), aber bei Helmut macht es einfach mehr Spaß.

Schritt 1: Das Model als Meisterstück.

Visagistin Rieke Marx hat sich hier abstrakt austoben können.

Kunststück

Schritt 2: Paint it black

Zugegeben, es brauchte einen zweiten Termin und eine lange Dusche, bis Model Lizx wieder bereit war und für die zweite Matscherei zur Verfügung stand. Hier kam schwarze Latexfarbe zum Einsatz.

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ach ja… leider komme ich mit meinem Blog alleine nicht so gut klar. Hat jemand aus dem Raum Bonn, Siegen oder Trier mal Lust, mir da ein bisserl weiterzuhelfen? ;-)

“It could be VOGUE…”

// Juni 22nd, 2010 // 6 Comments » // Fotografieren, Modeln

couldbevogue4Es ist eine der teureren Zeitschriften am Kiosk und überhaupt, sie am Kiosk zu kaufen ist schon fast profan. Mit ihr unter dem Arm fühlt man sich mondän, elegant und gehoben, als hätte man sie auf dem Flughafen oder zumindest im internationale Presse-Laden eines großen Bahnhofs erworben. Aber es gibt noch ein weitaus erhebenderes Gefühl, als mit der Vogue lässig in eine Damenhandtasche, von der der Unkundige hoffentlich annehmen mag, sie war so teuer wie eines der zahlreichen „Sex and the City“-Accessoires, und den Fast-Manolos an den Füßen durch die Straße zu spazieren: In der Vogue zu sein. Oder zumindest so tun als ob.
Genau das ist der Stil, den die Modelle heute nachfragen, zumindest jene, die von Figur und Gesicht noch eine entfernte Ähnlichkeit mit dem typischen Vogue-Modellen haben. Der Fotograf blättert die Zeitschrift durch und sucht sich jene Bildstrecken aus, die keinen Palast als Location erfordern und kein 500-Dollar-Styling, und alle Beteiligten hoffen, dass vogue-ähnliche Bilder auch mit dem H&M-Kleid funktionieren mögen. Im Notfall gibt es zwei Rettungsmöglichkeiten: Mach das Bild schwarz-weiß und lege Text darüber. Am besten etwas auf Französisch mit vielen accent aigu und accent grave, damit es auch der Unkundige mitbekommt, dass nicht „Eleganz“, sondern „élégance“ gemeint ist. „Nummer sicher“ wäre, einfach den Text aus einer veralteten Vogue-Ausgabe abzuschreiben – die wissen sicher schon, was sie zu sagen haben. Und eigentlich wird es auch keiner lesen – das Textelement dient nur als Verschönerung gleich einem Schnörkel und als Qualitätsmerkmal wie ein Stempel.
couldbevogue5Doch welches Foto hat einen solchen Qualitätsstempel verdient? Erstaunliches tut sich auf: Denn viele jener Bilder wirken wie Schnappschüsse aus der Hüfte. Man sieht Bilder mit starken Überbelichtungen, Verwacklungen, Bildausschnitte, die Finger abschneiden oder Füsse und dicke Schlagschatten. Auch auf Seite der Modelle findet man Nachlässigkeiten: Sie stehen wie gelangweilt gegen Wände gelehnt, schauen unwillig in die Kamera, ziehen die Schultern nach vorne – wer freundliches Lächeln und „Bauch-rein, Brust-raus“ erwartet, wird erstaunt sein. Manche der Posen treiben das Relaxt-Gelangweilte noch auf die Spitze, so dass in der Entspannung wieder Spannung entsteht: Extreme Verrenkungen, krasse Rundrücken, krank wirkende Posen passend zu den Gerippen, die sie präsentieren.
couldbevogue2Warum konnte dieser Stil erfolgreich werden? Würde man bei einem Urlaubsknipsbild oder einem Privatkundenshooting so ein Bild abliefern – eine Frau lehnt mit den Schultern gegen eine Wand, die Beine weiter vorne auf den Boden, Blick mit leicht zusammengezogenen Augenbrauen und vorgeschobenem Kinn unwirsch in die Kamera, dicker Schlagschatten, Kopf und Hand angeschnitten – gäb es vermutlich eher enttäuschte Blicke als Lob. Doch genau darin liegt die Ursache für den Vogue-Stil: Dieser Stil soll das Model nicht „nett“, „sympathisch“ oder „hübsch“ aussehen lassen, sondern sich von genau dem abheben. „Eure Regeln von Symmetrie, Schönheit und Stil haben wir nicht nötig“ kommuniziert der Vogue-Stil. Der Fotograf schert sich nicht um die Regeln des Hobbyknipsers, und das Model braucht sich nicht die Mühe geben, sich anständig hinzustellen. In der Vogue oder in den aufwändigeren Produktionen anderer Fotografen wirkt das Model nicht selten, als wenn sie zufällig in einem skurrilen Designerkostüm – völlig untragbar im Alltag versteht sich – gelandet sei, fast wie eine leicht trotzige und selbstbewusste Prinzessin. Günstigere Produktionen wählen oft einfache Outfits wie Leggins und T-Shirt, dazu hat das Model noch Balloons in der Hand, eine Katzenohrenhaarreifen auf dem Kopf oder weit ausladenden Tüll auf den Schultern – Accessoires, die das Outfit „unnormal“ wirken lassen, die klar kommunizieren „das ist eben kein anspruchsloser Schnappschuss“, Accessoires, die manchmal sogar etwas psycho wirken wie kleine Spleens oder Überreste einer Champagnerparty am Vorabend. Als Hintergrund dient dann z.B. eine Betonwand, eine Steingrube, ein Hafengelände oder eine Studioleinwand. Locations, die kühl und ungemütlich wirken, verstärken noch den Kontrast zur Schnappschussidylle.
couldbevogue3Auch das Make-Up ignoriert Übliches: Die Betonung der Lippen oder der Augen sind in vielen Kulturen typische Schminkstile, vielleicht sogar mit biologischer Verankerung um den männlichen Gegenüber zu suggerieren, dass die Dame jung und gesund ist. Nun sind es die Augenbrauen, die plötzlich dick und blockartig geschminkt werden, die Haut wirkt porzellanig, fast schon zerbrechlich, die Haare wild toupiert. Rouge und Lippenstift bedienen sich oft ungewohnten Farben und Formen.
Diese Optik ist eine neue Art der Arroganz, nicht mehr das Aufrechte, Formelle ist arrogant, denn das kann jeder normal Berufstätige. Arrogant und überlegen wird das Gegenteil. Damit das funktioniert, damit das Bild erkannt wird als Vogue-Stil und nicht als schlechte Aufnahme disqualifiziert wird, braucht es Extreme, krassere, kranke Posen, skurrile Accessoires, grandios opulente oder sehr ungemütliche oder kalte Locations. Das Model kommuniziert seine Überlegenheit gegenüber all den Schnappschuss-Fotografien, aber auch gegenüber all denen, die es nötig haben, sich extra in Pose zu schmeißen, extra nett von billigen Zeitschriften wie der TV-Spielfilm zu lächeln, es ist auch überlegen gegenüber allem Pomp und Chic, der ihm geboten wird, es interessiert sie nicht, ob in einem Schloss oder auf einem Schrottplatz geshootet wird, und auch nicht, ob der typische Normal-Mann sie als attraktives, sympathisches, gesundes und letztlich fortpflanzungsfähiges Geschöpf wahrnimmt. Ein Forum zur Dokumentation dieses Nicht-Interesses bieten zahlreiche Communities im Internet – und da wird es dann sehr interessant, wer es am besten kann. Längst geht es nicht mehr darum, wer es wirklich zu einem guten Job geschafft hat – viele würden auch zahlen, um in der Vogue veröffentlichen zu dürfen, Status hat Kommerz längst abgelöst. Und so lange man nicht in der Vogue ist, kann man zumindest so tun als ob: kranke Pose, Leggins, T-Shirt und Luftballons, arrogant-gelangweilter Blick, Textelement und Schwarz-Weiß …

… und ja, Vogue-Stil gefällt mir gelegentlich und ist ein verhältnismäßig schneller Bearbeitungsstil, der auch nicht so berauschende Bilder retten kann :-)
(wofür die nachfolgenden Bilder selbstverständlich keine Beispiele sein sollen ;-)

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couldbevogue6modelle: ophelia’s overdose, sarah-joelle, jenny, eva, filiz I styling: opehlia’s overdose, sayuri, angel I bea: jamari, imre fejes I support: eddy art, oliver meyer

Tipps & Tricks – Was in Deinen Modelkoffer gehört

// Januar 21st, 2010 // 3 Comments » // Modeln, Tipps & Tricks

modelkoffer1Ich habe schon alles erlebt, Modelle, die mit einer kleinen Plastiktüte kamen oder Damen, die einen Kleintransporter vollgeladen haben. Natürlich bevorzuge ich den Kleintransporter. Ein paar Must-Haves sollten aber immer dabei sein:

-        Notfallmakeupset: Auch wenn eine Visagistin an Bord sein soll – wenn sie im Stau steht und ein paar Stunden später kommt, oder wenn sie kurzfristig ganz ausfällt, muss das nicht das Ende eines Shootings bedeuten. Deswegen solltest du ein Notfallset dabei haben, mit Wimperntusche, hellen und dunklem Lidschatten, Eyeliner, Grundierung, Lipliner in hell, dunkel und leuchtend rot, sowie passende Lippenstifte, Nagellack in hell, leuchtend rot und schwarz.

-        Haarteile: Gleiches gilt natürlich für die Frisur, auch hier soll ein Visa-Ausfall kein Drama darstellen. Solltest du selber nicht mit Lockenwicklern, Glätteisen und Hochsteckgeräten arbeiten können, versuche dich mit Haarteilen in deiner Haarfarbe – die einfachste und schnellste Möglichkeit, frisiert auszusehen. Auch Hüte, Haarbänder o.ä. können un- oder schlechtfrisierte Häupter zieren. Haarklammern helfen, Blumen, Schmuck oder sonst was um den Kopf zu dekorieren.

-        Dessous: Auch wenn es um ein Fashionthema geht, und auch, wenn du die Mode gestellt bekommst, solltest du zwei bis drei Dessoussets dabei haben – damit nichts durchscheint unter den Outfits. Durchscheinende Dessous bedeuten oft sehr viel Retuscheaufwand und auch solche Kleider können im Licht einer Blitzanlage leicht transparent werden, die es im Normallicht kaum sind. Am wichtigsten (aber leider am seltensten im Modelkoffer) ist ein schlichtes Set in Hautfarben. Es sollte nach Möglichkeit frei sein von Spitze, Perlchen oder sonst welchen Verzierungen und nicht zu stoffreich sein. Gut ist ein Trägerloser BH, der durchaus gepolstert sein darf und ein Höschen im Normalschnitt oder mit einem transparenten Band an den Seiten. Zum hautfarbenen Set kommen ein Set in weiss und eins in Schwarz, wenn du besonders gut ausgerüstet sein möchtest. Solche schlichten Sets können je nach Thema auch auf dem Bild Einsatz finden.

modelkoffer3Bedenke: Selbst wenn der Fotograf einen Vorrat an Dessous da hat – solange du nicht weisst, wie gebraucht sie sind, hast du sicher wenig Lust, sie anzuziehen. Also liegt das wirklich in deiner Verantwortung.

-        Strümpfe: Hier gilt ähnliches wie bei den Dessous. Am besten gerüstet ist man mit Strümpfen in hell, hautfarben und schwarz. Bei Dessousthemen mit Strumpfhalter sind natürlich halterlose Strümpfe von Vorteil, ansonsten auch verzierte passend zu den Dessous, während bei normaler Kleidung Strumpfhosen oft besser geeignet sind. Und auch wenn’s strumpfhosenlos aussehen soll, bevorzugen viele Modelle hautfarbene Strumpfhosen, die etwa blaue Flecke, Rötungen, Zellulite o.ä. weniger sichtbar machen.

-        Sicherheitsnadeln und Klemmen: Helfen, alles mögliche in Position zu halten.

-        Hohe Schuhe: Auch gut ausgestattete Studios können nicht Schuhe in jeder Größe bereit halten. Ausserdem wäre das recht unhygienisch. Also nimm selber Schuhe mit. Auch hier gilt, dass man mit hell und dunkel, schlicht, auf Nummer Sicher fährt. Wenn du selbst Outfits mitbringst, kannst du sie ja leicht abstimmen. Auch bei Themen, die gar keine Schuhe involvieren, solltest du Pumps dabei haben: Man steht einfach anders auf hochhackigen Schuhen, das gefällt vielen Fotografen.

-        Einzelteile: Gar nicht so selten kommt es vor, dass man keine genauen Outfits abgesprochen hat und möglicherweise keine Outfits gestellt werden. Handelt es sich bei so einem Shootign um ein freies Fashionshooting, sind folgende Teile sinnvoll: Bodys, schlichte Einteiler, z.B. mit breiten Gürteln aufgepeppt, Korsetts, Hüte. Und natürlich das Ausgefallenste, was der Kleiderschrank hergibt.

Und, ganz abgesehen von all dem: Pack auch etwas zu Essen ein. So ein Shooting kann lang und anstrengend sein und nicht überall ist McDonalds nebenan…

Model: Meike I Hair & Make-Up: Melli I Support & Studio: Oliver Meyer

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Posing Guide – Dreiecke

// November 5th, 2009 // 3 Comments » // Modeln, Tipps & Tricks

posing_dreieck2Dreiecke entstehen, wenn zwischen Gliedmaßen und Körper Raum bleibt, etwa, wenn man einen Arm an den Kopf legt, Ellenbogen nach aussen, und den zweiten Arm in die Hüfte.
An diesen Dreiecken kann man gerade bei Studiobildern gut die Figur bearbeiten. Zudem wirkt die Pose oft schon ohne Bildbearbeitung „luftig“ und vorteilhaft. Nicht selten hat es auch etwas relaxtes oder auch verkrampftes, was das Bild in Richtung High Fashion rücken lässt. Die Schatten zu den “dreieckhaltigen” Posen sind oft, sofern hartes Licht im Spiel ist und das Model nahe am Hintergrund steht, besonders chic.

Je nach Bildbearbeitungsplan müssen die Dreiecke jedoch unterschiedlich platziert werden: Wenn eine Taillenverschmälerung angedacht ist, sollten die Hände jedoch nicht in dieselbe gestemmt werden – entweder etwas tiefer, also auf Hüfthöhe, oder sie befinden sich gleich am Kopf oder in der Luft. Spitze Winkel am Ellenbogen oder Knie erschweren die Bearbeitung, ab 45-Grad-Winkeln funktioniert sie besser.

Die Pose passt v.a. zu: allem möglichen

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Posing Guide – Curvy

// Oktober 13th, 2009 // 3 Comments » // Modeln, Tipps & Tricks

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„Curvy“ nennt sich eine Pose, bei der beide Füsse eng und parallel zueinander stehen und sich das eine Knie vor das andere schiebt. Dadurch wird das Becken gekippt. Der Oberkörper bleibt i.d.R. aufrecht, die Hände können je nach Thema in die Hüfte gestemmt werden, an den Kopf gelegt oder mit Accessoires spielen. Die Pose führt dazu, dass man eine feminine Linie einnimmt, die sowohl für Fashionaufnahmen, wie auch für Retro- und Pinupthemen chic aussieht.

Allerdings birgt die „Curvy“-Pose auch viele Fehlermöglichkeiten. Viele Modelle tendieren dazu, die Füße zu versetzen, so dass der eine Fuss nach innen zeigt. Dies kann eine interessante Fashionpose ergeben, wirkt oft aber eher unbequem.

Wichtig ist auch, dass das Model wirklich frontal zum Fotografen steht. Ist das nicht gegeben, wird aus einer figurschmeichelnden Pose eine Hommage an X-Beinige Wahlrosse.

Auch die Position des vorderen Knies kann entscheidend sein: Ob man aus der Beinlinie das „Dreieck“ des gebeugten Knies sehen möchte, hängt von Outfit und Bildkontext ab, soll die Beinlinie nicht unterbrochen werden, darf die Pose nicht zu extrem gemacht werden.

Die Pose passt v.a. zu: Pin-up, Dessous, High-Fashion.

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Posing Guide – Relaxed

// September 15th, 2009 // 3 Comments » // Modeln, Tipps & Tricks

posing_relaxed1Das klingt positiv, nach einer angenehmen Pose, aber irgendwie auch kontraintuitiv: Wie kann man ein gutes Bild im Relaxen entstehen lassen?

Die Relaxed-Posen leben davon, dass sie anders als viele andere Posen weniger von Anspannung leben. Sie sollen mal einfach nur ungepost, mal gelangweilt, entspannt oder erledigt aussehen. Baumelnde Arme und runder Rücken sind typisch hierfür, gerne ist das Model an eine Wand o.ä. angelehnt. So völlig bequem sind sie aber nicht unbedingt.

Warum sollte man relaxed aussehen wollen? Ein Grund ist Authentizität. Gerade, wenn die Pose mit natürlichem Makeup und Outfits verbunden wird, wirkt das Bild wie aus dem Leben gegriffen. Geht der Blick fern von der Kamera hat es oft sogar einen voyeuristischen Faktor; es erscheint, als wäre der Fotograf vom Model unbemerkt. Geht es um High Fashion liegt die Aussage der Pose oft in einer gewissen Selbstverständlichkeit. Das Model – hier als elitär dargestellt – hat es sozusagen nicht nötig, für die Kamera zu posen, sondern steht oder sitzt gelangweilt, angelehnt.

Die Pose passt v.a. zu: Emotionsthemen, Natürlichkeit, High Fashion.

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Posing Guide – Compact

// September 4th, 2009 // No Comments » // Modeln, Tipps & Tricks

posing_kompakt1Die meisten Modelle hören das Wort sicher nicht gerne, da kaum eine kompakt aussehen möchte. Dennoch können kompakte Posen sinnvoll sein und spannend aussehen, z.B. wenn es um Geometrie im Bild geht und das Model sozusagen einen Kreis darstellt. posing_kompakt2

Auch im Aktbereich ist kompakt sinnvoll und eine gute Möglichkeit, das Aktbild zu verdecken. Allerdings bleiben aber oft bei kompakten Posen relativ wenige Möglichkeiten zur Verschlankung: Bei einem zusammengerolltem Model kann man den Rücken verschmälern, aber der Bauch wird ganz natürlich in Falten fallen – darauf sollte das Model gefasst sein.

Angezogen wird es einfacher. Die Outfits können sogar dazu dienen, Problemzonen zu verschleiern. Kompakte Posen vermitteln, unterstrichen durch Settingelemente, oft eine traurige, in-sich-gekehrte Stimmung.

Die Pose passt v.a. zu: klassischen Akt, Melancholisch-Verträumtem

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Tipps & Tricks – Zahlen, Daten, Fakten oder die Sache mit der Erfahrung

// August 30th, 2009 // No Comments » // Fotografieren, Modeln, Tipps & Tricks

erfahrung1Ich darf mir gratulieren. Wenn auch nicht auf den Punkt genau, denn ich habe ein mieses Zahlengedächtnis, aber so circa vor einem Jahr muss es gewesen sein. Vor etwa einem Jahr habe ich ernsthaft mit dem Fotografieren begonnen. 2007 und Anfang 2008 gab’s zwar auch ab und an Fotos, bei denen ich hinter der Kamera stand, und sogar ein paar Veröffentlichungen und Ausstellung, die aber nichts mit Modelfotografie zu tun hatten (Reise- und Architektur fand ich zunächst spannender). Die Entscheidung, richtig loszulegen, fiel daher eigentlich erst im Sommer 2008.

Eigentlich begehe ich mit meiner öffentlichen Gratulation an mich selbst einen Grundlagenfehler. Ich wusste es schon immer, seit dem Matheunterricht in der Schule: Zahlen sind zu vermeiden. Man sollte nie über Zeit und Alter sprechen, wenn man etwas mit Fotos zu tun hat. Als Fotograf nicht, und als Model, nun ja, sollte man es vermeiden. Denn egal wie alt oder wie lang – schlecht ist es immer.

„Ich fotografiere eigentlich schon immer“, „Hallo, ich bin der Kalle, Jahrgang 1953, meine erste Kamera habe ich mit 8 Jahren bekommen“, „Schon seit 15 Jahren betreibe ich ein Fotostudio und eine Werbeagentur“… Wer kennt solche Sedcardtexte nicht? Und wer kennt nicht die Reaktion darauf, denn allzu oft denkt man sich: Was, der Typ fotografiert schon so lange und hat immer noch keine besseren Bilder zu präsentieren? Solange man sich nicht rein in der künstlerischen Fotografie bewegt, wo es mehr um Geschmack und Aussage geht, bewerten die Betrachter gerne ähnlich anderen Lernbereichen: Wer nach der ersten Woche Englischunterricht schon ein paar Sätze sprechen kann, gilt als begabt, wer aber nach fünf Jahren Unterricht einer Alltagsunterhaltung nicht folgen kann, als untalentiert. Ob man in den fünf Jahren nur sehr sporadisch am Unterricht teilgenommen hat und einen schlechten Lehrer hatte oder in der einen Woche Intensivunterricht von morgens bis abends genießen durfte, interessiert zunächst niemanden.

„Ich fotografiere seit einigen Monaten“ – auch das ist nicht gut. Denn selbst wenn jemand nach kurzer Zeit schon schöne Bilder präsentieren kann, vermutet der Betrachter oft einen Haken: Vielleicht waren das nur Zufallstreffer? Oder die Bilder sind nur unter Anleitung guter Fotografen entstanden. So hört man vielleicht bald lustige Gerüchte über sich – ich habe zum Beispiel erfahren, “dass ich meine Bilder niemals selber bearbeite”.

Aber als Fotograf hat man es ja verhältnismässig einfach und muss gar nicht erwähnen, wie lange man schon fotografiert. Als Model kann man seine Zeit vor der Kamera ebenfalls verschweigen und mit ein paar guten Fotos auf der Sedcard wirkt es schon so, als hätte die Dame jede Menge Erfahrung. Anders ist es mit dem Alter des Models, das i.d.R. nicht völlig unter den Tisch gekehrt werden kann. Auch hier kann man es niemandem recht machen:erfahrung3

Zu junge Modelle um die 18 lehnen manche Fotografen ab: Die sind oft zu unzuverlässig für langfristige Planungen und wissen noch nicht wirklich, was sie wollen – zum Shootingtermin in zwei Wochen vielleicht doch lieber für die Klassenarbeit lernen? Oder bei gutem Wetter doch eher zum Badesee? Oder vielleicht hat das Mädel bis dahin einen neuen Freund, der mit dem Modeln nicht einverstanden ist und lässt es dann ganz bleiben? Abgesehen von Unzuverlässigkeit steht kindisches Verhalten noch ganz oben auf der Liste der Jugend-Faux-Pas: Wenn ein Model etwa bei der Anweisung, verträumt zu schauen, nur noch rumgackert und währenddessen die Golden Hour ins Land zieht, kann das echt ärgerlich sein. Besonders bristant wird es bei Unter-18-Jährigen: Schon die Anweisung, die BH-Träger verschwinden zu lassen, traut sich mancher Fotgraf nicht aus Angst vor späterem Ärger.

Zu alt ist relativ – einerseits, weil manche 20jährige schon die Ausstrahlung einer 40jährigen hat, manche 35jährige aber auch als 25jährig durchgehen könnte, andererseits, weil je nach Thema andere optische Aspekte wichtig werden. Aber es gibt Richtwerte und um die 30 wird es besonders für Newcomer sehr schwierig. Wenn man als Model dann noch eine (größere) Familie hat, kann das zu weiteren Vorurteilen auf Seiten des Fotografen führen: Man unterstellt leicht Unzuverlässigkeit und Zeitdruck – was, wenn ein Kind krank wird? Wieviel Zeit bleibt zwischen Kindergartenabholung, Mittagessenkochen und Windelnwechseln noch für die eigene Pflege und im speziellen für das angesetzte Shooting?

Den Modellen würde ich daher raten, ihr Alter nicht total offensichtlich zu gestalten. Es irgendwo zu verraten ist oft unvermeidbar, aber direkt als Künstlername, etwa in Form von Susi1985, birgt – früher oder später – mehr Risiken als Benefits. Auch Familienaspekte würde ich nicht sofort preisgeben. Gegen ein „ich bin in einer glücklichen Beziehung“, das in einen kleinen „über mich“-Text eingebunden erscheint, ist nichts einzuwenden. Meistens ist das wohl Selbstschutz, mit dem das Model klarmachen möchte, dass es nicht auf der Suche nach einem neuen Lover ist.

Manche Fotografen nennen ihr Alter. An sich ist das unnötig – wenn ich als Model lese, dass ein toller Fotograf 18 oder 88 ist, würde mich das beides nicht abhalten. Etwas unnötig ist es, wenn ein Fotograf sich gleich einem Singlebörsentext vorstellt: „Hi, ich bin 25 und spiele in meiner Freizeit Fussball und Basketball und fotografiere auch ein wenig.“ Ein „Ich bin 45, glücklich verheiratet und Vater von 3 Kindern“ suggeriert, dass der Betreffende nicht darauf aus ist, mit einem Model anzubändeln – daher okay.

So, nun habe ich mein Sektglas zum Einjährigen auch schon geleert und stürze mich ins zweite Jahr und überlege, ob ich euch demnächst mal ein paar Erstlingswerke antue…

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Netzfundstück: Bollywood Make-Up

// August 20th, 2009 // No Comments » // Fotografieren, Modeln, Tipps & Tricks

Bollywood-Shooting aber keine Ahnung, wie’s aussehen soll? Zwei Videotutorials helfen weiter:
http://namjirasfun.wordpress.com/2009/02/02/bollywood-make-up/

Hier schon mal das erste Video für ein schickes Augen-Make-Up:

Also, ran an die Farbtöpfe :-)

Posing Guide – Straight

// August 14th, 2009 // 5 Comments » // Modeln, Tipps & Tricks

posing_guide3Und wie stelle ich mich jetzt hin?

Eine Frage, mit der sich Fotomodelle ständig auseinandersetzen müssen. Daher gibt es in der Sektion „Modeln“ nun ein paar Tipps fürs „schöne Hinstellen“.

POSING GUIDE – STRAIGHT

Einfach gerade dastehen. Das klingt sehr simpel, aber wirkt doch oft interessant – einfach, weil man im Alltag selten ganz gerade steht. Wichtig ist die direkte Frontalität zur Kamera. Sie kann durch ein Hauptlicht von vorne oben noch unterstrichen werden, wirkt aber z.b. auch bei einem Zangenlicht, zwei gleiche, seitliche Lichtquellen, sehr interessant.posing_guide4

Ganz so einfach ist das Stehen aber nicht. Wenn die Taille noch nachbearbeitet werden soll, dürfen die Arme nicht zu nah an ihr liegen. Sie können mit leichtem Abstand nach unten baumeln. Auch höhere Armhaltungen können die Symmetrie unterstreichen.

Gerade bei baumelnden Armen empfehle ich, die Handinnenflächen zum Körper weisen zu lassen. Ansonsten hat man die Handoberseite zur Kamera – bei relaxten Fingern wirken sie oft verkürzt, bei gestreckten Fingern unnatürlich. Zudem kann die Hand zu groß und flächig erscheinen.

Witzige Perspektiven können dieser Pose noch mehr Pep geben.

Die Pose passt v.a. zu: Skurrilem, High-Fashion.

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